Entscheider erreichen: So klappt B2B-Akquise
Im B2B-Vertrieb ist es die größte Hürde: der Weg vom Vorzimmer zum Entscheider. Viele Verkäufer scheitern hier. Nicht, weil ihr Angebot schlecht wäre, sondern weil sie unvorbereitet, unsicher oder zu forsch auftreten.
Die gute Nachricht: Wer die Regeln kennt, kann die Assistenz nicht nur überwinden, sondern sogar als Verbündete gewinnen.
1. Respekt statt Kampf
Die Assistenz ist nicht der „Gegner", sondern die erste Instanz, die prüft, ob ein Anruf relevant ist. Wer hier mit Druck oder Tricks arbeitet, verbrennt sich sofort die Chance.
Was funktioniert: eine wertschätzende, klare und professionelle Haltung. Behandeln Sie die Assistenz so, wie Sie selbst behandelt werden wollen, wenn jemand bei Ihnen anruft. Das spart beiden Seiten Zeit und macht Sie zum Anrufer, an den sich die Assistenz beim nächsten Mal positiv erinnert.
2. Klarheit schlägt Ausreden
Unverbindliche Floskeln wie „Ich wollte nur mal fragen..." wirken schwach. Eine erfahrene Assistenz erwartet eine klare Aussage.
Beispiel: „Ich rufe an, weil wir Maschinenbauunternehmen helfen, ihre Ersatzteilprozesse digital zu optimieren. Dazu möchte ich mit Herrn Müller einen Termin vereinbaren."
Drei Bausteine machen den Unterschied: Wer Sie sind, warum Sie anrufen, was Sie konkret brauchen. Diese drei Sätze entscheiden, ob Ihr Anliegen ernst genommen wird oder im Block der „Vertrieb-spam-Anrufe" landet.
3. Selbstbewusstsein ist Pflicht
Unsicherheit hört man sofort am Telefon. Wer selbst nicht überzeugt klingt, wird auch niemanden überzeugen.
Stimme, Tempo und Wortwahl sollten Sicherheit vermitteln. Drei einfache Tipps:
- Aufrecht stehen oder sitzen beim Telefonieren. Die Stimme klingt sofort klarer.
- Bewusst langsam sprechen. Wer schnell redet, klingt nervös.
- Pausen aushalten. Wer keine Angst vor Stille hat, signalisiert Souveränität.
4. Hartnäckigkeit mit System
Nur einmal anzurufen reicht selten. Erfolgreiche B2B-Akquise bedeutet, dranzubleiben, verschiedene Zeiten zu probieren und sauber nachzufassen.
Was sich in der Praxis bewährt hat:
- Frühe Morgenstunden (7:30 bis 8:30 Uhr) und späte Nachmittage (16:30 bis 17:30 Uhr) sind oft die besten Zeitfenster, weil Vorzimmer dann unbesetzt oder weniger geschützt sind.
- Bei wiederholten Versuchen die Gesprächspunkte variieren. Nicht jedes Mal dasselbe Skript abarbeiten.
- Im CRM oder Notizblock dokumentieren, was wann gesagt wurde. Beim dritten Anruf zu wissen, was beim zweiten besprochen wurde, macht den Unterschied zwischen lästig und kompetent.
Welche Terminquoten dabei realistisch sind: Realistische Terminquoten in der Kaltakquise.
5. Die Assistenz als Verbündete
Wer freundlich, respektvoll und professionell kommuniziert, gewinnt oft die Unterstützung der Assistenz. Denn auch sie möchte, dass relevante Themen beim Entscheider landen.
Eine bewährte Methode: Stellen Sie der Assistenz konkrete Fragen, statt sie nur als Hindernis zu betrachten.
- „Wann ist Herr Müller am besten erreichbar?"
- „Welcher Wochentag eignet sich erfahrungsgemäß am besten für ein 15-Minuten-Gespräch?"
- „Wer ist sonst noch bei diesem Thema involviert?"
So machen Sie die Assistenz zum Mitspieler, nicht zum Gegner. Mehr zum Thema: Terminvereinbarung mit Entscheidern: Die größten Hürden.
Fazit: Entscheider erreichen ist kein Zufall
Am Vorzimmer vorbei kommt man nicht mit Tricks, sondern mit Haltung, Klarheit und Konsequenz. Mehr zu typischen Stolpersteinen am Telefon: 5 Fehler, die fast jeder im B2B-Vertrieb macht.
Genau hier unterstützen wir im Akquisebüro: Wir bringen unsere Kunden direkt in die Gespräche mit Entscheidern. Souverän und respektvoll.
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