B2B Telefonakquise DACH: Qualifizierte Termine in Industrie & Technik

15 Fragen, Checkliste und FAQ für Industrie und Technik
Telefonakquise funktioniert im Industrie- und Technikumfeld, wenn Zielgruppe, Relevanz und Qualifizierung sauber sind. Entscheidend ist nicht die Anzahl der Anrufe, sondern gute Gespräche mit klaren nächsten Schritten.
Inhalt
- Funktioniert Telefonakquise in DACH heute noch?
- Was ist ein qualifizierter Termin?
- Welche Unternehmen eignen sich für Telefonakquise in Industrie und Technik?
- Wen ruft man an, wenn mehrere mitentscheiden?
- Wie viele Kontaktversuche pro Unternehmen sind sinnvoll?
- Was sage ich in den ersten 15 Sekunden, wenn ich mit einer Frage starten will?
- Welche Qualifizierungsfragen gehören immer dazu?
- „Schicken Sie was per Mail.“ Wie löst man das professionell?
- „Wir haben schon einen Anbieter.“ Wie reagiert man sauber?
- „Kein Bedarf.“ Echtes Nein oder nur falsches Timing?
- „Kein Budget.“ Wie ordnet man das richtig ein?
- Terminübergabe. Was der Vertrieb wirklich braucht.
- Welche Kennzahlen sind sinnvoll?
- Wie schnell sind Ergebnisse realistisch?
- Die häufigsten Fehler, die Terminqualität ruinieren.
- FAQ. B2B Telefonakquise in DACH
Warum wir nicht mit „Ich bin …“ starten
Eine Vorstellung ist austauschbar. Eine gute Frage nicht.
Wenn du in den ersten Sekunden eine relevante Frage stellst, holst du dein Gegenüber im Alltag ab. Du bekommst sofort Orientierung: Ist das Thema relevant, stimmt das Timing, und wer ist zuständig?
Merksatz fürs Telefon: Frage. Ein Satz Kontext. Nächste Frage.
1. Funktioniert Telefonakquise in DACH heute noch?
Ja, gerade im Industrie- und Technikbereich. Dort sind Themen erklärungsbedürftig, Prozesse komplex und Zuständigkeiten verteilt. Am Telefon bekommst du schnell Klarheit darüber, wer zuständig ist, ob ein Bedarf besteht und wann der richtige Zeitpunkt ist.
Massenanrufe ohne Relevanz und ohne Kontaktstrategie funktionieren nicht.
2. Was ist ein qualifizierter Termin?
Ein Termin ist qualifiziert, wenn er nicht nur im Kalender steht, sondern vier Dinge erfüllt:
- Die Rolle passt. Die Person hat Entscheidungskompetenz oder echten Einfluss.
- Es gibt einen relevanten Anlass. Ein Problem, ein Projekt oder einen Trigger.
- Das Timing ist plausibel. Nicht „irgendwann mal“.
- Das Ziel des Termins ist klar. Worum geht es konkret, und was soll danach entschieden werden?
Fehlt das, ist es oft nur ein Höflichkeitstermin.
3. Welche Unternehmen eignen sich für Telefonakquise in Industrie und Technik?
Hohe Eignung
Telefonakquise funktioniert besonders gut, wenn euer Nutzen greifbar ist und typische Trigger existieren. Das ist häufig der Fall, wenn ihr Themen wie Stillstände, Ausschuss, Durchlaufzeiten, Dokumentationsdruck, Energie, Compliance oder Automatisierung adressiert.
Typische Auslöser sind Neuanlagen, Retrofit, Audit, Serienanlauf, Kapazitätsengpässe oder Umstrukturierungen.
Wichtig ist außerdem: Euer Nutzen muss in einem Satz erklärbar sein.
Niedrige Eignung
Schwierig wird es, wenn ihr „für alle Branchen“ da seid, intern niemand sagen kann, was ein guter Lead ist, oder der Nutzen vor allem Image ist, aber kein klarer wirtschaftlicher Hebel.
4. Wen ruft man an, wenn mehrere mitentscheiden?
Im technischen B2B entscheidet selten eine Person allein. Typische Rollen sind:
- Geschäftsführung oder COO, wenn es um Priorität und Freigabe geht.
- Technische Leitung, Produktionsleitung oder Werksleitung, wenn der Bedarf und der Schmerz dort sitzen.
- Instandhaltung oder Engineering, wenn es um Spezifikation und Umsetzung geht.
- Einkauf, wenn Rahmenbedingungen und Konditionen geklärt werden.
- Je nach Thema auch Qualitätssicherung, IT oder HSE.
Skeptischer Check: Wer kann Ja sagen, und wer kann Nein verhindern?
5. Wie viele Kontaktversuche pro Unternehmen sind sinnvoll?
Mehrere. Ein Versuch ist Zufall.
Sinnvoll ist eine Kontaktstrategie, die sich wie professionelles Nachfassen anfühlt. Dazu gehören unterschiedliche Zeiten, alternative Rollen und Wiedervorlagen, wenn Timing und Projektstand passen.
Wichtig ist der Ton. Nicht drängen. Konsequent bleiben.
6. Was sage ich in den ersten 15 Sekunden, wenn ich mit einer Frage starten will?
Du startest nicht mit dir. Du startest mit einer Frage, die leicht zu beantworten ist. Danach kommt maximal ein Satz Kontext.
Beispiel A: Prioritätsfrage
„Kurze Frage: Ist bei Ihnen gerade eher Stillstände, Engpässe oder Qualität ein Thema, oder läuft es aktuell stabil?“
Beispiel B: Prozessfrage
„Darf ich kurz fragen: Wenn bei Ihnen ein Thema wie Automatisierung, Retrofit oder ein Servicepartner ansteht, wer ist bei Ihnen typischerweise als Erstes dran?“
Ein Satz Kontext
„Ich frage, weil wir in genau dem Umfeld mit Industriebetrieben sprechen und ich nur prüfen möchte, ob das bei Ihnen überhaupt relevant ist.“
Kurzer Praxis-Check in 10 Minuten
Wenn du willst, schauen wir gemeinsam kurz drauf, ob eure Zielgruppe akquisefähig ist. Ohne Verkaufsmonolog, sondern mit drei Fragen: Zielkunden, Trigger, Gesprächseinstieg.
7. Welche Qualifizierungsfragen gehören immer dazu?
Wenn grundsätzlich Interesse da ist, brauchst du Struktur. Drei Bereiche reichen.
Rolle und Zuständigkeit
„Sind Sie dafür die richtige Ansprechperson, oder wer gehört bei Ihnen noch dazu?“
Anlass und Nutzen
„Was wäre für Sie der wichtigste Grund, das Thema jetzt anzuschauen?“
„Woran merken Sie das aktuell, zum Beispiel Stillstand, Ausschuss, Liefertermine oder Dokumentation?“
Timing und nächster Schritt
„Ist das eher ein Thema für die nächsten vier bis acht Wochen oder später?“
„Wenn wir es kurz prüfen, wer sollte im Termin sinnvollerweise dabei sein?“
8. „Schicken Sie was per Mail.“ Wie löst man das professionell?
Mail ist okay, aber nie ohne Vereinbarung. Sonst ist es nur Parken.
Gute Reaktion:
„Gerne. Damit ich Ihnen nichts Beliebiges schicke: Was wäre für Sie der wichtigste Punkt, Kosten, Ablauf oder technische Machbarkeit? Und wann passt es, dass wir zehn Minuten dazu sprechen, eher diese oder nächste Woche?“
9. „Wir haben schon einen Anbieter.“ Wie reagiert man sauber?
Das ist kein K.-o.-Kriterium, sondern Kontext.
Saubere Linie:
„Verstanden. Darf ich kurz fragen: Sind Sie mit der aktuellen Lösung wirklich zufrieden, oder gibt es Punkte wie Reaktionszeit, Qualität, Liefertermine oder Dokumentation, die Sie gern besser hätten?“
Wenn alles top ist, gehst du sauber raus. Wenn es Schmerzpunkte gibt, ist ein Vergleich oft sinnvoll.
10. „Kein Bedarf.“ Echtes Nein oder nur falsches Timing?
Viele „Kein Bedarf“-Sätze heißen in Wahrheit „nicht jetzt“. Klär das mit drei Fragen:
- „Liegt es am Thema oder am Zeitpunkt?“
- „Ist es gelöst oder nur gerade nicht priorisiert?“
- „Wann wäre es sinnvoll, noch einmal kurz zu prüfen, in drei oder in sechs Monaten?“
Dann setzt du eine Wiedervorlage oder streichst den Kontakt. Beides ist professionell.
11. „Kein Budget.“ Wie ordnet man das richtig ein?
„Kein Budget“ kann bedeuten: Es ist wirklich keines vorgesehen. Es ist anders verteilt. Oder der Nutzen ist intern noch nicht sauber gerechnet.
Saubere Nachfrage:
„Geht es eher darum, dass aktuell kein Budget vorgesehen ist, oder dass der Nutzen intern noch nicht sauber gerechnet ist?“
Wenn ihr Nutzen quantifizieren könnt, steigt die Wahrscheinlichkeit für einen sinnvollen nächsten Schritt deutlich.
12. Terminübergabe. Was der Vertrieb wirklich braucht.
Ein Termin ohne Kontext ist wertlos. Minimum für eine saubere Übergabe:
- Wer war am Telefon, welche Rolle, und wer muss beim Termin dabei sein?
- Warum jetzt, was ist der Anlass oder Trigger?
- Was ist der aktuelle Status, Problem oder Projektstand?
- Was ist das Ziel des Termins?
- Welche offenen Fragen oder Einwände gab es?
Damit führt euer Vertrieb ein gutes Gespräch und stolpert nicht blind rein.
13. Welche Kennzahlen sind sinnvoll?
Wenn du nur Anrufe misst, bekommst du Anrufe. Sinnvolle Kennzahlen im Industrieumfeld sind:
- Erreichbarkeit, idealerweise nach Rolle und Segment.
- Gesprächsquote.
- Qualifizierte Signale, also Ja, Nein oder Wiedervorlage inklusive Timing.
- Terminquote, aber mit Qualitätskriterien.
- Top-Themen und Top-Einwände als Marktfeedback.
- Optional, wenn möglich, die Kette Termin, Angebot, Abschluss.
14. Wie schnell sind Ergebnisse realistisch?
Frühe Signale kommen oft schnell. Du siehst, welche Themen Resonanz haben, wo die Zuständigkeit sitzt und welche Einwände wirklich relevant sind.
Stabile Terminqualität entsteht durch Iteration. Zielgruppe schärfen. Einstiegsfragen testen. Qualifizierung sauber machen. Wiedervorlagen konsequent fahren.
Wer Pipeline auf Knopfdruck verspricht, verkauft eher Hoffnung als System.
15. Die häufigsten Fehler, die Terminqualität ruinieren
- Zielgruppe zu breit. „Industrie“ ist keine Zielgruppe.
- Einstieg ohne Relevanz. Vorstellung statt Frage.
- Termine ohne Bedarfssignal. „Mal schauen“ ist kein Ergebnis.
- E-Mail ohne Follow-up.
- Buying Center ignoriert.
- Keine Lernschleifen. Immer gleich, nur mehr.
So läuft ein professionelles Akquiseprojekt ab
- Zieldefinition. Was ist bei euch ein guter Termin?
- Zielkunden und Ausschlusskriterien.
- Einstiegsfragen und Nutzenkern, testbar und klar.
- Kontaktstrategie mit Touchpoints und Wiedervorlagen.
- Qualifizierung mit Kriterien und sauberen Fragen.
- Terminübergabe mit Kontext.
- Feedbackschleife und Optimierung.
Checkliste. Terminqualität zum Kopieren
Ein Termin ist qualifiziert, wenn mindestens viermal „Ja“:
- Passt die Rolle?
- Ist Anlass und Nutzen klar?
- Ist das Timing plausibel?
- Ist das Ziel des Termins klar?
- Sind die richtigen Beteiligten dabei?
- Sind die Notizen vollständig?
FAQ. B2B Telefonakquise in DACH
Ist Telefonakquise im B2B in DACH erlaubt?
Die rechtliche Lage ist je nach Land und konkreter Ausgestaltung unterschiedlich. Wer sauber arbeiten will, klärt die Rahmenbedingungen für den konkreten Fall, insbesondere Datenschutz und Wettbewerbsrecht, und dokumentiert Opt-outs konsequent.
Was ist besser, Telefon oder E-Mail?
Telefon ist stark für Klarheit, Zuständigkeit, Bedarf und Timing. E-Mail ist stark für Unterlagen und Follow-up. In der Praxis gewinnt die Kombination.
Wie verhindere ich unqualifizierte Termine?
Mit klaren Kriterien, Mut zum Nein, sauberer Terminübergabe und konsequenter Nachqualifizierung.
Was mache ich bei schlechter Erreichbarkeit?
Zeiten variieren, Rollen im Buying Center wechseln, Wiedervorlagen systematisch setzen. Nicht alles in einen Tag pressen.
Welche Themen funktionieren in Industrie und Technik typischerweise gut?
Automatisierung, Retrofit, Energieeffizienz, Qualitätssicherung, Compliance und Dokumentation, Service und Reaktionszeiten, Serienanlauf-Engpässe sowie Stillstandsreduktion.
Wie viele Entscheider müssen in den Termin?
Bei komplexen technischen Themen sind häufig zwei bis drei Rollen sinnvoll, fachlich und wirtschaftlich. Lieber ein guter Termin mit den richtigen Menschen als drei Termine zum Warmreden.
Was ist ein guter Gesprächseinstieg für technische Entscheider?
Ein guter Einstieg startet mit einer Frage, die den Alltag trifft, nicht mit einer Vorstellung. Zwei bewährte Varianten sind eine Prioritätsfrage oder eine Prozessfrage. Beispiele: „Ist bei Ihnen gerade eher Stillstand, Engpass oder Qualität das Thema?“ oder „Wenn Automatisierung/Retrofit ansteht, wer ist bei Ihnen zuerst dran?“ Danach reicht ein Satz Kontext, warum du fragst.
Wie viele Ansprechpartner muss man in Industrieprojekten typischerweise erreichen?
Meist mehr als einen. In technischen B2B-Projekten sind typischerweise fachliche und wirtschaftliche Rollen beteiligt, zum Beispiel Technik/Produktion/Instandhaltung plus Geschäftsführung oder Einkauf. Realistisch ist, dass du im Verlauf mehrere Personen sprechen musst, bis Zuständigkeit, Bedarf und Timing sauber stehen.
Was ist ein realistischer Zeitraum von Erstkontakt bis Termin in DACH?
Das hängt stark von Erreichbarkeit, Projektzyklen und internen Abstimmungen ab. In der Praxis siehst du erste Termine oft innerhalb weniger Wochen, stabile Terminqualität entsteht aber über kontinuierliches Nachfassen und Wiedervorlagen. Wer „morgen Termine“ verspricht, arbeitet meist ohne saubere Qualifizierung.
Lust auf Termine, die wirklich Sinn machen?
Wenn du qualifizierte Gespräche in Industrie und Technik willst, lass uns kurz prüfen, ob Zielgruppe und Gesprächseinstieg bei euch sitzen. Danach weißt du glasklar, ob Telefonakquise gerade der richtige Hebel ist.
Nächster Schritt:
Termin anfragen oder kurze Nachricht schicken, dann melden wir uns mit einem passenden Vorschlag.
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